Hilft eine Sprachschule bei Sprachbarrieren?
Das Zusammenwachsen der Welt in diesen Zeiten der Globalisierung hat längst nicht nur auf wirtschaftlicher Ebene stattgefunden. Auch der Einzelne ist heute noch viel mehr damit konfrontiert, mit anderen Menschen aus anderen Kulturkreisen und mit anderer Sprache zurechtzukommen. Dass das sehr oft alles andere als reibungslos vor sich geht, ist hinlänglich bekannt.
Das wichtigste grundlegende Kriterium, um Konflikte überhaupt lösbar machen zu können, ist die Möglichkeit ausreichender sprachlicher Verständigung. Mit jemandem, mit dem ich keine gemeinsame Sprache habe, den kann ich auch nicht verstehen. Sprachschulen helfen da aber - für beide Seiten.
Anhänger einer "gemeinsamen Weltsprache", wie sie einst mit Esperanto geplant war, verkünden lauthals und restlos überzeugt, eine gemeinsame, "neutrale" Sprache für alle würde die Menschen "gleich" machen und damit für Frieden sorgen. Wenn man einmal die unterschiedlichen kulturellen Hintergründe außer Acht lässt, könnte man das ja vielleicht grade noch gelten lassen - als Versuch. Tatsache ist allerdings, dass all diese vielen hundert "Weltsprachenversuche" eines gemeinsam zu haben scheinen: Keiner scheint sie irgendwie wirklich zu wollen.
Sprachbarrieren sind aber auf jeden Fall das erste große Hindernis für eine echte Verständigung in jeder Hinsicht - Sprachschulen haben daher enorme Bedeutung
Soweit muss man dann den Anhängern von Esperanto und ähnlichen begeisterten Versuchen schon zustimmen. Und das gilt in so ziemlich allen Situationen - ob man nun nach Italien auf Urlaub fährt, oder nach Dänemark auswandert. Wer in Italien Urlaub macht, und die Sprache gut beherrscht, wird seinen Urlaub dort sicher ganz anders erleben, und die Menschen als sehr viel aufgeschlossener und freundlicher empfinden, als derjenige, der kein Wort Italienisch versteht. Und wer in Dänemark leben und arbeiten will, dem bleibt gar keine andere Wahl, als so schnell wie möglich die trennende Sprachbarriere niederzureißen.
Sprachschulen sind daher ein unverzichtbarer Bestandteil jeder echten integrativen Kultur - und darüber hinaus jeder angestrebten Art von Völkerverständigung. Die intensive Beschäftigung mit der Sprache fördert auch - da sind sich so ziemlich alle maßgeblichen Experten einig - ein Verständnis für die jeweilige Kultur; zumindest für ihre Grundzüge und vor allem für ihre Werte. Auch das ist ein wichtiger Bestandteil für Verständigungsbereitschaft - auf diesem Boden kann Toleranz entstehen und ängstliche Ausgrenzung überflüssig werden.
Sprachschulen vermitteln in ihren Kursen ja traditionellerweise ohnehin immer beides: einerseits die Sprachkenntnisse, andererseits Informationen über Menschen, Geschichte, Kultur und Gebräuche im jeweiligen Land. Sie sind daher nicht nur allein vordergründig ein Mittel gegen Sprachbarrieren, sondern darüber hinaus noch sehr viel bedeutsamer.
